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by tuxfreak
YaCy-Logo
Sie haben Angst vor'm bösen Google?
Sie haben keine Interesse daran, dass Ihre Suchanfragen aus wirtschaftlichen oder Gründen der nationalen Sicherheit gefiltert werden?
Dann sollten Sie einen Blick auf YaCy werfen! YaCy ist eine persönliche Web-Crawler und Indizierungs-Software mit eingebauter Suchmaschine. Das Programm hangelt sich, beginnend bei einer oder mehreren angegebenen Startseiten, durch die Webseiten und sammelt so Webadressen. Im Anschluss werden diese Webseiten indiziert und in einer Suchdatenbank abgelegt.

Wenn nun eine Suchanfrage gestartet wird, richtet sich diese nicht mehr an Yahoo, Google und Co. sondern an den eigenen Index.
Darüber hinaus verbinden sich viele YaCy-Suchmaschinen zu einem P2P-Netzwerk, ähnlich wie die bekannten Tauschbörsen. Sowohl Suchanfragen (auf Wunsch) als auch Indizies werden automatisch getauscht, wodurch ein solches Netzwerk einen gewaltigen Search-Cluster bildet. Wenn dieses Netz groß genug ist, also genügend Teilnehmer vorhanden sind, kann es eine brauchbare Alternative zu den bekannten zentralen Suchmaschinen sein.
Augrund des dezentralen P2P-Netzwerk-Ansatzes ist dieses System nur sehr schwer zu manipulieren.

Doch wo liegen die Probleme? Zum einen benötigen wir eine lokal installierte Software, welche den Index aufbaut und verwaltet. Das benötigt sowohl Rechenleistung, als auch Netzwerkbandbreite. Nach dem ersten Start wird YaCy recht viel Leistung beanspruchen, da zunächst ein Index aufgebaut werden muss. Nach einigen Stunden wird es dann erheblich weniger.
YaCy-NetwerkübersichtFür die meisten Internetnutzer ist es da doch wesentlich bequemer eine zentrale Suchmaschine zu nutzen, auch wenn man bereits vorher weiß, dass die Ergebnisse primär nach wirtschaftlichen Interessen sortiert sind.

Mein Tipp: Einfach einmal ausprobieren. Man kann dadurch eine Menge über die Arbeitsweise von Suchmaschinen lernen und erlebt den einen oder anderen Aha-Effekt, wenn man sich den Vernetzungsgrad der Webseiten anschaut. Vieleicht finden Sie auch Gefallen daran, sich an dem Aufbau eines freihen unzensierbaren Netzwerks zu beteiligen. Letzteres ist heute wichtiger denje, wo uns unsere lieben Politiker vor den großen Gefahren des Internets schützen wollen - koste es was es wolle.

http://www.yacy.de Webseite des YaCy-Projektes.
Saturday, Juli 31, 2010, 12:29

by tuxfreak
Der Sportfliegerclub Darmstadt e.V. ist offizieller Gastgeber der Deutschen Meisterschaft für Großmodelle (German Masters Giant Scale).

German Masters Giant Scale 2010



Bei dieser Veranstaltung werden Modellflugzeuge ausgestellt und geflogen, welche ihren Vorbildern bis auf die letzte Niete oder Schraube gleichen. Geflogen werden diese Modelle ebenfalls genau wie ihre großen Orginale. Aufheulende Motoren, welche die Flugzeuge fast senkrecht in den Himmel ziehen, wird man hier vergeblich suchen. Stattdessen werden diese oft weit über 20kg schweren Modelle Vorbildsgetreu mit ausgefahrenen Klappen und kompletter Beleuchtung abheben, ihre Fahrwerke einfahren und mit dem unverwechselbaren Sound eines Sternmotors davon ziehen.
Damit ein Flugzeug gewertet werden kann, muss selbstverständlich ein Pilot im Cockpit sitzen, der die komplett vorbildgetreuen Instrumende abliest.
Saturday, Mai 22, 2010, 00:04

by tuxfreak
Bei Epic von Graupner Temperaturen weit über 20Grad, strahlend blauen Himmel und Windstille konnte der SFC-Darmstadt am Wochenende 17./18.04. 2010 auf seinem Flugplatz in Ober-Ramstadt mehr als 700 Besucher begrüßen. Und das, obwohl es sich bei diesem Ereignis nicht um einen Flugtag, sondern um eine Schulungsveranstaltung für Jet-Modell-Piloten handelte. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden 35 Modell-Piloten für das Fliegen von Modell-Jets ausgebildet. Veranstalter dieses Lehrgangs ist Winfried Ohlgart vom Jet-Team Germany.

Modell Zeitweise herrschten auf dem Modell-Flugplatz Bedingungen wie auf einem Flugzeugträger. Ständig starteten und landeten Jets. Bis zu 5 Flugzeuge waren gleichzeitig in der Luft und waren bereits aus großer Entfernung zu sehen und zu hören.

Eine solche Modell-Jet-Turbine funktioniert ganz genauso wie die Jet-Turbinen der großen Flugzeuge. Mit einem Durchmesser von nicht einmal 20cm, erreichen diese Turbinen extrem hohe Drehzahlen und beschleunigen diese Modell-Flugzeuge auf Geschwindigkeiten von über 400 km/h. Eine äußerst
ruhige Hand und schnelle Reaktionszeiten sind bei diesen Geschwindigkeiten unerlässlich. Modell-Jets werden mit Kerosin betrieben. Das Heulen der hochdrehenden Turbinenräder und die gebündelte Kraft dieses, mit mindestens 1500,- EUR nicht gerade billigen, Triebwerks zieht immer mehr Piloten in ihren Bann.

Foto-Galerien zum Thema
Auf meiner Galerie-Seite finden Sie weitere Bilder.
Und selbstverständlich auch auf der Webseite des Sportfliegerclub Darmstadt e.V.
Thursday, Mai 13, 2010, 21:48

by tuxfreak
Junkers – Wer denkt da nicht sofort an den genialen Flugzeugbauer und an die weltberühmte dreimotorige JU52? Aber Junkers ist mehr als das. In der Stadt Dessau nahe Wittenberg in Sachen-Anhalt bietet der Förderverein Technikmuseum „Hugo Junkers“ Dessau e.V. einen Einblick in das Leben und Wirken dieses genialen Ingenieurs.
Vor dem zweiten Weltkrieg errichtet Junkers die Junkers-Werke in Dessau, in einer deren restaurierten Halle das Museum beheimatet ist. Wenn man das Gelände betritt, fallen sofort einige Flugzeuge aus russischer Produktion auf, welche auf dem Außengelände präsentiert werden. Neben einem Agrar-Flugzeug, drei Militärjets und einem Polizeihubschrauber, findet sich hier auch eine Mittelstrecken-Passagiermaschine vom Typ IL14, die als Klassenraum umgebaut, Schülern einen Unterricht der etwas anderen Art ermöglicht.
Doch nun zur Junkers-Ausstellung selbst. Beim Betreten der Museums-Halle fällt sofort die JU52 auf, welche zu Junkers Wahrzeichen wurde und hier in der Halle über allen anderen Ausstellungsstücken drohnt. Hugo Junkers erklärtes Ziel lag aber nicht primär im Flugzeugbau sondern bei der Hyginie des Volkes. Junkers brachte den Durchbruch bei Anwendung von Gas als Energiequelle für Warmwasser und Heizung. Junkers machte Stadtgas praxistauglich. Er entwickelte Gasöfen, Durchlauferhitzer, Flugzeugtriebwerke, Flugzeuge und sogar Häuser, sowie die zugehörigen Möbel. Junkers war ein Multitalent. Ein Visionär der unsere Technologie nachhaltig beeinflusste. So baute er modulare Häuser aus seinem Lieblingsmaterial, Stahlblech. Diese Häuser wurden in Fertigbauweise errichtet, waren mit Stahlwolle gut isoliert. Er plante optische Prismen einzusetzen, um Tageslicht im Haus zu verteilen. Diese preisgünstigen und schnell zu montierenden Häuser im Bauhaus-Stil sollten die Wohnungsnot in Entwicklungsländern mildern. Es kamen dabei verschiedene Techniken zum Sparen von Energie durch Wärmedämmung und Wärmerückführung zum Einsatz. Themen, die auch heute wieder in den Fokus rücken.

Doch am bekanntesten waren Hugo Junkers Entwicklungen im Flugzeugbau. Er baute die ersten Passagierflugzeuge. Seine dreimotorige „Tante Ju“ (JU52) ist weltweit bekannt. Dieses Flugzeug kann man im Junkers-Museum aus der Nähe betrachten und auch betreten. Viele weitere seiner Entwürfe werden als Modelle ausgestellt. Diverse Motoren, welche in den Junkers-Werken gebaut wurden, vom Reihen-, über Stern- und Boxermotoren, bis hin zu verschiedenen Turbinentriebwerken können im Original besichtigt werden. Viele dieser Maschinen sind aufgeschnitten, um die Funktionsweise zu verdeutlichen.

Das Museum wird durch den Förderverein Technikmuseum „Hugo Junkers“ Dessau e.V. ehrenamtlich betrieben und wird sicher im Laufe der Zeit weiter ausgebaut werden. Wer sich einmal in der Nähe von Dessau aufhält, sollte sich diese Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen! Für jeden Flugzeugliebhaber gehört ein Besuch auf jedem Fall zum Pflichtprogramm.

Ich danke Herrn Heinz L. für die persönliche Führung durch die Ausstellung und den ausführlichen Erläuterungen zu den Exponaten.
Saturday, Februar 6, 2010, 18:24


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